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Können Eltern aber kaum Angaben über Erziehung und ihr Kind machen und nicht über Lösungen für Erziehungsprobleme nachdenken, deutet dies auf Vernachlässigung hin (z. B. Azar et al. 2017). Gesellschaftliche Veränderungen, wie beispielsweise ökonomische Einschränkungen oder unsichere Beschäftigungsperspektiven, können die Erziehungsqualität erheblich beeinträchtigen. Diese Belastungen wirken sich nicht nur auf das individuelle Erziehungshandeln aus, sondern auch auf die familialen Beziehungen. Daher ist es wichtig, Eltern gezielt zu unterstützen, sei es durch Elternkurse oder andere Angebote zur Stärkung der elterlichen Kompetenzen.
Außerdem sind der Schutz vor schädlichen Einflüssen, Gefahren und Krankheiten sowie das Unterlassen und der Schutz vor Gewalt und anderen physisch und psychisch grenzverletzenden Verhaltensweisen zu nennen (vergleiche Werner 2006). Lediglich kindeswohlgefährdende Verhaltensweisen eines Elternteils, wie psychische oder physische Gewaltanwendung gegenüber dem Kind oder auch anderen Personen im Umfeld des Kindes, wie dem anderen Elternteil, können ein psychologisches Urteil über die Erziehungsfähigkeit rechtfertigen und ggf. Feinfühligkeit meint die Fähigkeit, die Signale und Bedürfnisse des Kindes zügig wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und dann angemessen auf diese zu reagieren.
Elternschaftsfähigkeiten: Wie man die Erziehungsfähigkeiten von Eltern stärkt
• Konsistentes Erziehungsverhalten und Verhaltensregeln, die für das Kindnachvollziehbar, kontrollierbar und erreichbar sind. • Die Fähigkeit, einem Kind auf der einen Seite emotionale Wärme, Zuwendung,Zuneigung und Geborgenheit zu geben, andererseits seine wachsendenAnsprüche an erweiterte Handlungsspielräume, an Selbständigkeit undSelbstbestimmung zu respektieren und zu fördern.
Familie: Zwischen Elternrechten und Kindeswohl
Kann ein Partner in einem Beziehungsgefüge die Wichtigkeit des Anderen für die Entwicklung des gemeinsamen Kindes nicht erkennen, sowird er gleichsam keine Notwendigkeit in der Kooperation mit diesem Partner sehen. Die Grundfrage, ob ein Elternteil den Kontakt des Kindes zu wichtigen Bezugspersonen positiv fördert oder durch Handlungen erschwert, kann zuallererst über die Haltung des Kindes erhellt werden. Unter Erziehungszielen sind Erwartungen und Forderungen des Erziehenden andas Handeln und Erleben eines Kindes zu verstehen, die von diesem realisiertwerden sollen.
Was bedeutet Erziehungsfähigkeit
Entwicklungsaufgaben resultieren zum einen aus biologischen Faktoren, die den Reifeprozess eines Kindes oder Jugendlichen bestimmen, zum Beispiel im Hinblick auf die motorische Entwicklung. Andererseits sind sie in bestimmten altersbezogenen kulturellen und gesellschaftlichen Erwartungen begründet, beispielsweise das Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen oder die Berufswahl. Darüber hinaus spielen auch individuelle Ziele, Erwartungen und Wertvorstellungen des Menschen selbst eine Rolle, die die Entwicklung mitbestimmen.
- Dieses Wissen kann beispielsweise von den eigenen Eltern übertragen oder sich durch Literatur oder Austausch mit anderen angeeignet worden sein.
- Auch eine schwere körperliche Erkrankung eines Elternteils kann unter ungünstigen Umständen Beständigkeit in der Erziehung sehr erschweren und gleichzeitig die Erziehungsanforderungen infolge der emotionalen Belastung des Kindes steigern.
- Es geht bei manchen Jugendlichen so weit, dass der Erhalt der Beziehung und des Kontaktes zum Jugendlichen von den Eltern aktiv gepflegt werden und sie initiativ sein müssen.
- Als kindorientiert kann man jeneErziehungsziele bezeichnen, die alters-, entwicklungs- undgeschlechtsspezifische psychische und physische Bedürfnisse und Fähigkeitenangemessen berücksichtigen.
- In der Forschung und Praxis wird das elterliche Erziehungsverhalten unterschiedlich beschrieben.
Eine zentrale Rolle spielen öffentliche Ressourcen und unterstützende Programme, die Eltern helfen, ihrem Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Zum Beispiel können Elternkurse besondere Fähigkeiten vermitteln, um das Familienleben stressfreier zu gestalten und die emotionale Entwicklung der Kinder zu fördern. Eltern, die ihre Werte und Verhaltensweisen konsequent vorleben, bieten ihren Kindern ein glaubwürdiges Schema, an dem sie sich orientieren können. Die Eltern unterstützen sie dabei eigene Handlungswege und Handlungsstrategien zu entwickeln. Sie können ihren Kindern zum einen zusätzliche Erfahrungsräume ermöglichen, indem sie zum Beispiel den regelmäßigen Kontakt zu Kindern in der Freizeit zum Spielen oder auch durch sportliche Aktivitäten im Verein oder Ähnliches fördern. Durch Anteilnahme an Lernanforderungen durch die Schule (strukturiertes Arbeiten, Durchhaltevermögen, Ordnung in den Arbeitsmaterialien, Kontrolle und Besprechung der Hausaufgaben, gegebenenfalls gemeinsames Üben und Anderes) unterstützen sie ihre Kinder dabei auch in diesem Bereich zunehmende Selbständigkeit zu erreichen.
Intuitive elterliche Fähigkeiten sind angeboren, das heißt auch Menschen mit Lernschwierigkeiten verfügen darüber (vergleiche Pixa-Kettner, Sauer 2006). Die Entwicklung der intuitiven Fähigkeiten hängt mit den eigenen Bindungserfahrungen zusammen, andererseits können sie aufgrund psychischer Belastungen verschüttet sein. Menschen mit Lernschwierigkeiten waren in ihrer Kindheit häufig vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, in der Unterstützung der Eltern ein besonderes Augenmerk auf die intuitiven elterlichen Kompetenzen und die elterliche Feinfühligkeit zu legen. Eltern müssen gegebenenfalls lernen, ihr Kind zu beobachten, die Signale des Kindes wahrzunehmen, zu interpretieren, auf ihr Gefühl zu vertrauen und angemessen und unmittelbar darauf zu reagieren (vergleiche Ziegenhain et al. 2006).
Durch die einem eskalierenden Streitgeschehen innewohnende Tendenz zur Ausdehnung können aber auch Bindungen des Kindes zu anderen Personen durch Intoleranz gefährdet werden. Die Bindungstoleranzstellt für die Kooperationsbereitschaft eine notwendige, wenn nicht hinreichende Bedingung dar. Ebenso wichtig ist es, dass Eltern als Vorbilder fungieren und die Werte, die sie ihren Kindern vermitteln möchten, selbst vorleben. Dies schafft eine konsistente Botschaft und ermutigt Kinder, gutes Verhalten zu übernehmen. Bildungsprogramme zur Stärkung elterlicher Kompetenzen können zudem helfen, den Familientag stressfreier zu gestalten und die Entwicklung der Kinder nachhaltig Reifen und Autoservice zu fördern.
Kompetenzen Feinfühligkeit, Fürsorglichkeit und Stabilität
Fundamentalistische religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, so ist dies hier nur relevant insoweit es sich über Erziehungsziele oder -mittel negativ auf ein Kind und sein Wohl auswirkt. Erhoben wird Instabilität in Form von Umzügen, familiären Neuzusammensetzungen und Klinikaufenthalten im Rahmen eines anamnestischen Gesprächs, wobei es sinnvoll ist, möglichst getrennt mit Elternteilen und älteren Kindern zu sprechen. Wechselhaftigkeit und Desorganisation im Familienalltag können manchmal über Tageslaufschilderungen, teilweise aber nur über wiederholte Hausbesuche festgestellt werden.